Realitätsnahe Großübung in Westhofen - Feuerwehr trainiert komplexes Einsatzszenario mit rund 90 Kräften
Westhofen, 11. September 2025 – Am Donnerstagabend führte die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Wonnegau in Westhofen eine groß angelegte Übung durch. Rund 80 Einsatzkräfte aus der VG Wonnegau sowie benachbarten Gebietskörperschaften probten gemeinsam mit dem Rettungsdienst und dem Technischen Hilfswerk (THW) ein anspruchsvolles Einsatzszenario. Ziel war es, unter möglichst realistischen Bedingungen die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen und die Handlungsabläufe im Ernstfall zu überprüfen.
Übungslage: Brand in der Kirche am Marktplatz
Angenommen wurde ein Feuer im 1. Obergeschoss der Kirche, ausgelöst durch eine in Brand geratene Orgel. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich noch etwa 40 Personen im Gebäude. Neben der schnellen Menschenrettung und der Brandbekämpfung lag ein Schwerpunkt auf der medizinischen Versorgung der Betroffenen sowie dem parallelen Aufbau einer schlagkräftigen Führungsstruktur im Hintergrund.
Um die Lage zu erschweren, wurde zusätzlich ein Ausfall der örtlichen Wasserversorgung simuliert. Die Einsatzkräfte stellten daher die Löschwasserversorgung über ein angrenzendes Gewässer sicher – ein Szenario, das in der Realität beispielsweise bei technischen Störungen oder größeren Schadenslagen durchaus auftreten kann. Ergänzend wurden fiktiv weitere Kräfte aus den Verbandsgemeinden Alzey-Land und Eich sowie umfangreiche Einheiten des Rettungsdienstes nachalarmiert.
An der Übung nahmen etwa 90 Einsatzkräfte der Feuerwehreinheiten Westhofen, Bechtheim, Osthofen sowie Worms-Abenheim, dem ASB Worms und des THW Worms teil.
Parallel-Einsatz: Schwerer Verkehrsunfall
Als zusätzliche Herausforderung kam es im Übungsgeschehen zu einem Verkehrsunfall mit einem Traktor. Zwei Personen waren unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Hier mussten die Einsatzkräfte unter Zeitdruck technische Hilfe leisten, die Verletzten befreien und medizinisch erstversorgen. Dieses Szenario verdeutlichte, wie schnell mehrere Einsatzlagen gleichzeitig auftreten können und wie wichtig eine koordinierte Zusammenarbeit aller Kräfte ist.
Bilanz der Übungsleitung
Die Übungsleitung um Wehrführer Pascal Kamith zeigte sich zufrieden: „Die gestellten Herausforderungen wurden insgesamt gut gemeistert. Solche Übungen sind für uns unverzichtbar, um die Abläufe im Einsatzfall zu verinnerlichen.“
Auch Einsatzleiter Stefan Karius, Wehrleiter der VG Wonnegau, sowie der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Alzey-Worms, Stephan Orlemann, lobten das Engagement der Kräfte. Karius betonte: „Die Übung hat gezeigt, dass unsere Einsatzkräfte sowohl technisch als auch organisatorisch hervorragend zusammenarbeiten. Gleichzeitig sind uns einzelne Schwachstellen aufgefallen – und genau dafür üben wir: um Abläufe weiter zu optimieren und die Sicherheit der Bevölkerung noch besser gewährleisten zu können.“
Dank und Anerkennung
Bürgermeister Walter Wagner verfolgte die Übung persönlich vor Ort. Er würdigte die Arbeit der Ehrenamtlichen: „Es ist nicht selbstverständlich, an einem Wochentag abends solch einen zeit- und kräfteintensiven Einsatz zu üben. Dieses Engagement verdient höchsten Respekt und Anerkennung.“